Wie funktioniert der Netzanschluss für einen gewerblichen Speicher?
VDE-Anwendungsregeln 4105, 4110 und 4120 staffeln die Anforderungen nach Anschlussleistung. Vorlaufzeiten zwischen sechs und 18 Monaten je Verteilnetzbetreiber.
Der Netzanschluss für gewerbliche Speicher folgt der VDE-Anwendungsregel-Systematik. Bis 30 Kilowatt am Niederspannungsnetz gilt VDE-AR-N 4105. Ab 135 Kilowatt am Mittelspannungsnetz greift VDE-AR-N 4110. Ab dem Hochspannungsnetz ist VDE-AR-N 4120 einschlägig.
Ablauf
Drei Schritte:
- Anschluss-Anfrage beim zuständigen Netzbetreiber mit technischen Unterlagen zur geplanten Anlage.
- Zusicherung der Anschlussleistung durch den Netzbetreiber, in der Regel mit Bedingungen zu Schutz- und Steuerungstechnik.
- Inbetriebnahme-Prüfung mit Konformitätsnachweisen nach der jeweiligen VDE-Anwendungsregel.
Die Vorlaufzeit zwischen Antrag und Anschluss-Zusage variiert stark zwischen Verteilnetzbetreibern — typischerweise zwischen sechs und 18 Monaten. Frühzeitige Abstimmung mit dem zuständigen Netzbetreiber gehört in jeden Projektplan.
Was beachten?
In Regionen mit hoher Netz-Auslastung sind Anschluss-Slots knapp. Das ist insbesondere für Großspeicher-Projekte ab 10 Megawatt relevant — dort entscheidet die Anschluss-Verfügbarkeit über die Standortwahl. Einreichungs-Reihenfolge spielt eine Rolle.
Quellen
- VDE-AR-N 4110 — Anschluss am Mittelspannungsnetz
- VDE-AR-N 4120 — Anschluss am Hochspannungsnetz
- § 17 EnWG — Netzanschluss