besskompass
FAQ Wirtschaftlichkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Peakshaving
  • Eigenverbrauch

Wann rechnet sich ein gewerblicher Batteriespeicher?

Wenn vermiedene Kosten plus zusätzliche Erlöse die Gesamtkosten über die Lebensdauer übersteigen — diskontiert mit dem unternehmensspezifischen Kapitalkostensatz. Drei Treiber dominieren.

Ein gewerblicher Speicher rechnet sich, wenn die Kombination aus vermiedenen Kosten und zusätzlichen Erlösen die Gesamtkosten der Anlage über die Lebensdauer übersteigt — diskontiert mit dem unternehmensspezifischen Kapitalkostensatz.

Treiber pro Anwendung

  • Peakshaving — Vermiedener Leistungspreis im Netzentgelt. Wirtschaftlich, wenn der Lastgang ausgeprägte Spitzen aufweist und der Tarif einen separaten Leistungspreis enthält.
  • Eigenverbrauch — Differenz zwischen Strombezugspreis und Einspeisevergütung. Wirtschaftlich, wenn die PV-Anlage bestehende Überschüsse erzeugt, die zeitversetzt verbraucht werden können.
  • Multi-Use — Kombination mehrerer Anwendungen erhöht den IRR-Beitrag, verlangt aber reife EMS-Software und höheren operativen Aufwand.

Methodik

Eine belastbare Rechnung modelliert die Erlöse und Kosten über die Lebensdauer der Anlage und diskontiert sie auf den Investitionszeitpunkt. Die zentralen Sensitivitäten — Strompreis-Pfad, Spread-Annahmen, Zellpreis-Entwicklung, Regulatorik — werden über mindestens drei Szenarien geprüft.

Eine Investitionsentscheidung allein auf Basis der heutigen Marktpreise ist im aktuellen Umfeld nicht belastbar.

Quellen

  1. Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES) — Leitfaden Wirtschaftlichkeit
  2. Fraunhofer ISE — Stromgestehungskosten Erneuerbare Energien
  3. VDI 2067 — Wirtschaftlichkeit gebäudetechnischer Anlagen